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Einsatz 139 von 216 Einsätzen im Jahr 2015

E I N S A T Z B E R I C H T

Alarmierungszeit:

04.08.2015, 12:43 Uhr

Einsatzstichwort: FEU6R
Einsatzort: Marckmannstraße (Rothenburgsort)
Einsatzmeldung: Feuer in einem ehemaligen Bunker

Aus ungeklärter Ursache kam es zu einem Brandausbruch in einem Hochbunker mit einer Höhe von ca. 25 Metern.


Durch den Zugführer wurde die Alarmart auf FEU2, vom eintreffenden Führungsdienst auf FEU3 und kurze Zeit später auf FEU4 erhöht.

Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurden 60 Bewohner aus umliegenden Gebäuden evakuiert und im Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg und HVV Bussen untergebracht und betreut.

 

Das Gebäude aus dem 2. Weltkrieg wird durch Handwerkbetriebe genutzt und ist in 5 Böden aufgeteilt. Im 1., 2. und 3. Boden befindet sich eine Tischlerei mit Lagermöglichkeiten. Im 4. und 5. Boden befindet sich eine Firma zur Lagerung von ätherischen Ölen (ca. 100t). Auf Grund der baulich nicht vorhandenen Fenster konnte der Brandrauch nicht abziehen und zündete schlagartig durch. Dabei wurden insgesamt 27 Personen, darunter 10 Feuerwehrkollegen, die sich im Gebäude zur Brandbekämpfung befanden, verletzt. Die Alarmart wurde durch den Einsatzleiter bis zu FEU6R (Rettung) erhöht. Insgesamt waren 1 Leitender Notarzt, 3 Notärzte und 20 Rettungswagen der Feuerwehr Hamburg vor Ort im Einsatz.

 

Alle evakuierten Bewohner wurden gesichtet, zum Teil rettungsdienstlich erstversorgt und betreut, 20 von ihnen mit Rettungswagen in Krankenhäuser befördert. Im Laufe des Einsatzes wurden 15 Kollegen der Berufsfeuerwehr und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ebenfalls notärztlich und rettungsdienstlich an der Einsatzstelle erstversorgt und mit zum Teil mittelschweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser befördert.


Insgesamt wurden bei dem Einsatz 45 Personen verletzt.

 

Auf Grund der Durchzündung ist das Treppenhaus im Gebäude zum Teil stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich als äußerst schwierig, da baulich bedingt der Zugang zu den Brandherden nur durch die Treppenräume möglich war.


Um eine Kontaminationsverschleppung der Einsatzkleidung zu vermeiden wurde an der Einsatzstelle ein Not-Dekontaminationsplatz eingerichtet, für den zeitweise die FF Lokstedt zusammen mit den FFen Stellingen und Pöseldorf zuständig war. Kontaminierte Einsatzkleidung verblieb an der Einsatzstelle und wurden gegen "frische" Schutzanzüge ausgetauscht.


Durch die Technik- und Umweltschutzwache wurden kontinuierlich Messungen der Umgebungsluft und innerhalb des Gebäudes durchgeführt. Um eine Gewässerverunreinigung zu verhindern wurde eine Löschwasserrückhaltung durch das THW vorgenommen.


Das Bezirksamt Hamburg-Mitte, Eigentümer und die Polizei regeln die Unterbringung der evakuierten Bewohner.


Um ca. 02:00 Uhr waren alle Brandnester abgelöscht. Nach Beendigung der Nachlöscharbeiten konnten Be- und Entlüftungsmaßnahmen durchgeführt werden. Hierbei wurde durch einen Zugang zum Treppenraum druckbelüftet und durch den zweiten Treppenraum die Rauchgase abgesogen.

 

Quelle: Pressestelle Feuerwehr Hamburg

 

Bilder: (C) Blickpunkt-Hamburg


FEU6R vom 04.08.2015  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2015)FEU6R vom 04.08.2015  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2015)FEU6R vom 04.08.2015  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2015)FEU6R vom 04.08.2015  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2015)
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Einsatzort auf der Karte: