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Einsatz 49 von 210 Einsätzen im Jahr 2018

E I N S A T Z B E R I C H T

Alarmierungszeit:

17.04.2018, 22:41 Uhr

Einsatzstichwort: FEU2Y
Einsatzort: Langenfelder Damm (Eimsbüttel)
Einsatzmeldung: RAUCHENTWICKLUNG: Dachstuhl/Dachboden

In den späten Abendstunden wurde die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg via Notruf 112 von einer Nachbarin über ein Feuer im Dachbereich eines gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses informiert. Flammen und Rauch aus einem Fenster im vierten Obergeschoss seinen deutlich erkennbar und der akustische Alarm von Rauchwarnmeldern sei zu hören, teilten in sehr kurzer Abfolge weitere Anrufer mit, sodass der Führungs- und Lagedienst der Rettungsleitstelle noch auf der Anfahrt der erstalarmierten Einsatzkräfte die Alarmstufe auf " Feuer - 2. Alarmstufe" erhöhte.

Der Zugführer des ersteintreffenden Löschzuges bestätigte kurze Zeit später die Feuermeldung in dem fünfgeschossigen Wohngebäude in geschlossener Bauweise und bekam von Bewohnern mitgeteilt, dass noch mehrere Personen von Feuer oder Brandrauch eingeschlossen seien und zwei Bewohner vermisst werden. Daraufhin forderte er mit dem Alarmstichwort " Feuer2 - Menschenleben in Gefahr" weitere Rettungsmittel und Einsatzkräfte nach.

Durch die sofort eingeleitete Menschenrettung von drei Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutz und Brandfluchthauben konnte eine vermisste, gehbehinderte Person aus der unterhalb der Brandwohnung im dritten Obergeschoss liegenden Wohnung und insgesamt elf weiter Bewohner unverletzt gerettet werden. Diese und zwölf weitere Personen aus den unmittelbar angrenzenden Gebäuden wurden im weiteren Verlauf durch die anwesende Notärztin gesichtet und anschließend durch die Notfallsanitäter der Rettungswagen zeitweise im Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg betreut.

Das Feuer in der Zwei-Zimmer-Wohnung konnte durch den Einsatz von zwei C-Rohren im Innenangriff und einem B-Rohr im Aussenangriff, zum Schutz der umliegenden Wohnungen vor einem Flammenüberschlag, schnell gelöscht werden. Tragischer Weise konnte die zweite vermisste Person, die Bewohnerin der Brandwohnung, trotz der schnellen Rettungsmaßnahmen, aufgrund des bereits komplett ausgebrannten Brandraumes und der damit einhergehenden Hitzeentwicklung, nicht rechtzeitig gerettet werden. Sie war bereits bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Nach Abschluss der umfangreichen Nachlösch- und Belüftungsarbeiten und Kontrolle der Brandwohnung, der umliegenden Wohnungen und des Dachbereiches mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Glut- und Wärmenester, wurde die Einsatzstelle der Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben. Die übrigen Bewohner konnten nach Beendigung der Feuerwehr-Maßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren. Eine Angehörige des Brandopfers wurde nach der Ankunft vor Ort durch einen Notfallseelsorger der Feuerwehr Hamburg betreut.

Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg mit 60 Einsatzkräften, den Löschgruppen Stellingen und Rotherbaum der Berufsfeuerwehr, den Freiwilligen Feuerwehren Eimsbüttel, Lokstedt und Pöseldorf, einem Führungsdienst (B-Dienst), einem Bereichsführer FF, dem Umweltdienst, einem Wechselladefahrzeug und Abrollbehälter Atemschutz, einem Teleskopmastfahrzeug 53, einem Großraumrettungswagen, einem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, einem Notarzteinsatzfahrzeug, vier Rettungswagen und dem diensthabenden Pressesprecher vor Ort im Einsatz.

Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sinnvoll und (Lebens-) wichtig die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmelder in Wohnungen sind, um entstandene Brände frühestmöglich zu erkennen. Damit die Feuerwehr schnell alarmiert werden kann um gefährdete Menschenleben zu retten und eine Brandausbreitung zu verhindern.

 

Text: (C) Pressestelle Feuerwehr Hamburg

Bilder: (C) B. Ritter


FEU2Y vom 17.04.2018  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2018)FEU2Y vom 17.04.2018  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2018)FEU2Y vom 17.04.2018  |  Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt e.V. (2018)
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